Print, Online und die parasitäre Abschreibverwirrung
Ich bin verwirrt.
Seit einigen Tagen durchzieht eine Diskussion zu medientechnischen Aussagen eines grundsaetzlich renommierten, aber eben auch nicht allwissenden Lokalblattherausgebers verschiedene Onlinemedien.
Was mich wundert: Weder inhaltlich noch vom Tonfall her finde ich daran etwas Aufregendes. Aber noch vielmehr: Oesterreichische Medien sind primaer und grundsaetzlich abschreibende Medien. Punkt. Redaktionssitzungen bestehen aus dem Durchblättern von Bild, Stern, The Sun (oder halt Zeit oder National Geographic) und dem Versuch, was dort funktioniert hat, auf heimische Verhältnisse umzulegen.
Fakten werden ebenfalls uebernommen - oder moechte eines unserer lieben Leitmedien sein weltumspannendes Korrespondentennetzwerk präsentieren? Wo die meisten zu knausrig sind, fuer Agenturdienste zu bezahlen und die lieber ein paar Minuten später von CNN und BBC abschreiben (auch das ist online...)
Und Journalismus schliesslich ist ja Parasitentum schlechthin - oder wo ist nochmal genau der produktive Teil?
Zu viel gesagt; aber ich versuche mir nur noch immer die aus der Zeitung abschreibende Onlineredaktion vorzustellen - das ist mir in fünfzehn Jahren Medien noch nicht untergekommen.
Vielleicht probier ich das mal. - Ist direkt ein medienforscherisches Experiment wert.
theMashazine.com




















