Die Verkleinerung des Blickfelds

Ich habe in den letzten Jahren konsequent mit kleineren Geraeten geschrieben. Der Weg vom Fatscreen-Desktop ueber den Laptop zum EEE und zum Smartphone war schnell. Und ich habe mich geweigert zu glauben, dass der kleine aktuell sichtbare Ausschnitt Einfluss auf den in der Arbeit sichtbaren Horizont hat.
Was mir zuletzt allerdings zu denken gibt, ist die Verwendung von Navigationstools auf Smartphonedisplays: Toll, wenn mir mein Telefon sagt, wo ich um welche Ecken biegen muss. Aber in welche Richtung soll ich gehen, wenn ich gerade aus dem Zug gestiegen bin und auf dem kleinen Ausschnitt nicht erkennen kann, aus welcher Richtung ich gekommen bin? Vom papierenen Stadtplan haette sich das vielleicht noch ablesen lassen, aber von einem fuenf Strassenkreuzungen umfassenden Ausschnitt?
Natuerlich gibt es Abhilfe. Jedes Smartphone, das etwas auf sich haelt, hat einen Kompass, und es zeigt auch die Bewegung auf der Karte an. - Um ein Hightechfeature sinnvoll nutzen zu koennem, brauche ich also zwei weitere.
Und beim Schreiben gehts mir aehnlich: Eine App fuer diese Publikation, eine fuer die andere, dann noch ein paar Offlinetexte und ein Haufen Synchronisierungsprozesse dazwischen. Ich muss noch mal in mich gehen, ob das wirklich das Leben vereinfacht. Und auch genau mittracken, wie lange ich mir diese Tagging- oder jenes Kategorisierungssystem auch merke, das dann immer die superpraktische Verbindung zwischen den Textstuecken herstellt...