Enterprise Social Software und Semantik Web – Meetup

Ich hatte das Vergnügen, beim Semantic Web Meetup im November mit einem Lightning Talk zum Thema Enterprise Social Software einspringen zu dürfen.
Die Hauptthese aus meinem Talk: Nutzen und Entertainment sind die stärksten Motivationsfaktoren bei der Einführung von Social Software im Unternehmen.


Nutzen bringt Top Down Support, ist aber auch für Mitarbeiter ein starkes Argument – schliesslich soll die Arbeit schnell und leicht erledigt werden können.
Entertainment bringt Bottom up Support, ist aber auch umgekehrt ein starker Motivationsfaktor: Durch Unterhaltung(en) entsteht Beteiligung – und das bringt schliesslich Nutzen. Und mehr Beteiligung entsteht durch mehr Unterhaltung(en).
Was sind umgekehrt Hindernisse?

  • Mangelnde Vernetzung, unangemessene Selbst- und Fremdbilder und die fehlende Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen und Veränderungen in der eigenen Umgebung in Angriff zu nehmen, sind eine große Gruppe von Bremsern.
  • Überzogene Erwartungen sind ein anderes Thema. Die Entmystifizierung von Social Media greift zwar schon um sich, der Ansporn, konkrete Anforderungen zu definieren, ist aber oft noch immer nicht stark genug.
  • Das führt zum nächsten Punkt: Der mangelnde Plan – was will ich womit erreichen? – ist einer der größten Risikofaktoren.

Dem können genaue Analyse- und Trainingsprozesse entgegensteuern, wie wir sie mit Mengenlehre.at bieten: Enterprise 2.0- und Social Software-Planungen müssen immer mehrere Dimensionen berücksichtigen. Infrastruktur und eigene Aktionen sind ein Thema, aber nicht das grundlegende Ziel. Das besteht in der Schaffung von Netzwerken, in wertvollem Content – und in Beziehungen, die sich zumindest für eine gewisse Zeit selbst erhalten. Das ist kein stabiler Zustand, das ist ein Ziel, das nie endgültig erreicht werden kann.
Genaue Planungsgrundlagen helfen, vernünftige Lösungen zu planen. Denn der Teufel liegt wie immer im Detail: Es geht nicht um große Ideen (“Wir sollten besser kommunizieren”), sondern um Lösungen (“Wir können das heute so machen”). Darüber geht nur noch eines: Ausprobieren.

Was war sonst noch los:
Leo Sauermann stellte den Refinder vor, ein semantisches Collaborationtool. Testuser können sich Accounts auf getrefinder.com holen.
Und mit Florian Kondert von der Semantic Web Company hat einmal jemand anderer als ich über Entropie und Flusser geredet…

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