Contentmanagement – Erweiterte Funktionen

Neben den simplen zur Erstellung und Veroeffentlichung von Inhalten notwendigen Schritten bieten Contentmanagement-Systeme (CMS) in der Regel noch weitere Funktionen. Dabei sind – in der strengen Terminologie – die Uebergaenge zu Portalen fliessend.

Kategorisierung, Navigation, Berechtigungen, Schnittstellen

  • Kategorisierung von Inhalten: Navigationen fuer die Publikation und Filesysteme fuer die Ablage von Inhalten sind eine Form der Ordnung. Beide folgen hierarchischen Systemen und sind nach aussen sichtbar. Kategorien sind eine weitere Moeglichkeit, Inhalte zu strukturieren. Hierbei koennen offene Schlagworte ohne Zusammenhang und Hierarchien verwendet werden, es koennen strukturierte Kategoriebaeume eingesetzt werden, auch die Kombination mehrerer Varianten oder die Verwendung mehrerer Kategoriebaeume nebeneinander kann sinnvoll sein. Strukturierung und Hierarchie sind eine Dimension von Kategorien, flexible oder geschlossene Terminologien sind eine weitere: Es koennen Kategorien und Schlagworte vorgegeben werden, aus denen der Redakteur nur aussuchen kann, oder die Kategorien koennen so offen gehalt werden, dass jeder Redakteur jederzeit Ergaenzungen machen kann. Vor- und Nachteile haengen von der Art des Content (wie praezise oder gleichfoermig ist er) und Anzahl und Verantwortung der Redakteure ab (sind alle Redakteure fuer ihre Bereiche verantwortlich oder nur Zuarbeiter?). Die Kategorisierung von Inhalten durch User ist auch eine Variante und wird als Tagging bezeichnet.
  • Verwalten von Berechtigungen: Manchmal sollen bestimmte Inhalte nur fuer bestimmte User oder Usergruppen zugaenglich sein, oder User sollen, abhaengig von ihren Eigenschaften, auf einer Seite verschiedene Inhalte sehen.
    Dazu ist es notwendig
    *eine Registrierung zu ermoeglichen und Userdaten zu verwalten
    *User in Usergruppen mit unterschiedlichen Berechtigungen zusammenzufassen
    *Seiten und einzelnen Contents unterschiedliche Zugangsregeln zuzuweisen
    *unterschiedliche Contents zu erstellen und mit den entsprechenden Regeln und Fallbackszenarien zu verbinden
    Berechtigungen werden in der Regel vor allem dann von Portalen verwaltet, wenn mehrere Anwendungen als ein Medium verwendet werden sollen. Verwendet die Webseite nur Inhalte aus dem CMS (bzw. brauchen die anderen Inhalte keine Berechtigungen und keine Personalisierung), dann kann diese Funktion durchaus auch ueber das CMS abgewickelt werden.
  • Einbinden von Werbung: Kommerzielle Webseiten muessen auch Werbung einbinden koennen. Fuer das CMS sind Werbeplaetze grundsaetzlich Javascript-Codeteile. Sofern diese verwendet werden koennen, ist auch die einfache Einbindung von Werbung moeglich.
    Zusatzfunktionen betreffen vor allem die Platzierung und Steuerung von Werbung: Wo werden Werbeplaetze automatisiert eingebunden, wo werden Einstellungen gemaess der Navigationshierarchie vererbt oder ueberschrieben, wo und wie koennen Cluster gebildet werden.
  • Schnittstellen, Export/Import von Content: Inhalte in Contentmanagement-Systemen koennen nicht nur manuell eingegeben werden, auch der automatisierte Import ist eine wichtige Funktion. Inhalte etwa von Nachrichtenagenturen oder von syndizierenden Portalen koennen in korrekter Form importiert werden und – je nach Konfiguration – auch direkt veroeffentlicht werden. Umgekehrt koennen Inhalte auch exportiert werden.
    Generell werden hierfuer xml-Formate verwendet; eine einfache Form des Austausches von Inhalten sind RSS-Feeds. Dabei werden allerdings nur die Oberflaechen integriert, beim Import im xml-Format dagegen werden die Inhalte vollstaendig in die eigene Datenbank uebernommen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Inhalte mit Aenderungen veroeffentlicht bzw. weiter bearbeitet werden sollen.

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