Die Stimme des Geschaeftsfuehrers, Einblick in die innovativsten Bereiche, Business mit einer persoenlichen Note, langweilige Propaganda, verwaiste Verlautbarungsorgane oder schlecht im Aufsatzstil geschriebene Vereinsnachrichten – die Anwendungspalette fuer unternehmensinterne Blogs ist ebenso gross wie die potentiellen Fallstricke zahlreich sind.
Blogs als Mittel für Identifikation und Storytelling
Im Intranet spielt die Suchmaschinenoptimierung von Blogs eine untergeordnete Rolle, hier ist es, neben der Benutzerfreundlichkeit, die inhaltliche Dimension, die den Einsatz von Blogs attraktiv macht.
Blogs eignen sich ueberall dort, wo Inhalte mit einer Person oder einem Team verbunden werden sollen. Sie schaffen eine parallele Kommunikationsschiene zum eigentlichen Intranet, ueber die Inhalte nocheinmal aufbereitet, aus einer anderen Perspektive dargestellt und auch mit einer subjektiven Note verknuepft werden koennen.
Bloginhalte im Intranet sind dann interessant
- wenn sie mit einer wichtigen Figur verknuepft sind
- wenn sie Themen behandeln, die fuer alle wichtig sind und die in den offiziellen Kanaelen nicht ausfuehrlich behandelt werden
(Innovationsprogramme, Krisenprogramme, zentrale Projekte) - wenn sie beispielgebende Rollen beschreiben (High Potentials, Expatriates – was eben gerade fuer das Unternehmen wichtig ist)
- wenn sie eine ungewohnte neue Sicht auf Inhalte und Ablaeufe bringen.
Die Anforderungen an sie redaktionelle Qualitaet sind hoch, Authentizitaet ist allerdings genau so wichtig: Das Blog eines Vorstandsmitglieds sollte keinesfalls von einem Ghostwriter geschrieben werden; wenn Zeit und Aufwand ein Problem sind, sollten lieber kuerzere Beitraege verfasst werden.
Auch Blogs von Mitarbeitern muessen definierte Qualitaetskriterien erfuellen: Sie stehen in der Auslage, werden beobachtet und fordern Kritik geradezu heraus. Ueberdies gilt auch hier: Es muessen regelmaessig neue Beitraege geschrieben werden, das Blog braucht eine gewisse Lebensdauer und einen Redaktionsplan, der gemeinsam mit inhaltlichen und redaktionellen Experten erstellt werden muss.
Blogs und das “offizielle” Intranet
Die Integration in das offizielle Intranet kann muehelos ueber RSS Feeds erfolgen, damit ist die Mehrfachnutzung gewaehrleistet: Blogposts koennen auch als Intranet-Nachrichten verwendet werden, und fuer den User muss es keinen Unterschied geben – er kann Blogposts und andere Inhalte in einem Medium nutzen.
Beim Einsatz mehrerer Medien im Intranet muss auf die gute Vereinbarkeit geachtet werden, der Uebergang zwischen einzelnen Medien muss unauffaellig und fluessig sein und die Entscheidung – “Was nutze ich heute?” – darf nicht auf den User abgewaelzt werden. Blogs muessen integraler Bestandteil des internen Leitmediums sein – hierbei kommt ihre technische Flexibilitaet gut zum Tragen.
Interne Blogs koennen klaren Mehrwert schaffen, dazu gehoeren
- intensivere Kommunikation der zentralen Ideen des Unternehmens
Aufstellen einer Projektionsflaeche, die Verbindungen zwischen Inhalten und dem Unternehmen herstellt - die Verbindung des Unternehmens mit attraktiven Personen
die Personalisierung von Ideen - Klar sein muss aber, dass auch interne Blogs, so wie Corporate Blogs, vorerst zusaetzlichen Aufwand verursachen.







