Information Architecture Diaries: Die Corporate Content-Timeline

In großen Content-Projekten kommt irgendwann unweigerlich der Punkt, an dem man Nachrichtenportale beneidet. Wie schön, wenn so einfache Sortierkritierien wie Aktualität alles overrulen. - Und so funktionieren nicht nur Nachrichtenportale. Twitter, Facebook, Google Plus, alle möglichen sozialen Dienste gewichten Aktualität stark und nutzen Relevanz oder Nähe zur Korrektur. Inhaltliches spielt kaum eine Rolle. - Lässt sich davon für die Organisation von Unternehmenscontent gar nichts anwenden?

Fünf Thesen zu Content für das Enterprise 2.0

Social Intranet, Enterprise 2.0, Enterprise Portale, Enterprise Content Management, Content Experience Management, User Experience Management - der Markt klingt, als könnte man all das kaufen. Aber wie komme ich wirklich zu einer lebendigen, effektiven und kommunikativen Organisation, die Netzwerke herstellt und nützt? - Fünf Thesen und Tipps für Content für das Enterprise 2.0 (als kurze Vorschau auf meinen Beitrag für den Enterprise Content Management Summit nächste Woche in Berlin).

TEDx Salon beim Global Social Business Summit Wien

Nobelpreisträger Muhammad Yunus spricht beim TEDxVIenna Salon-Event im Rahmen des Social Business Summit am 12. November in Wien.

Enterprise Social Software und Semantik Web - Meetup

Ich hatte das Vergnügen, beim Semantic Web Meetup im November mit einem Lightning Talk zum Thema Enterprise Social Software einspringen zu dürfen.
Die Hauptthese aus meinem Talk: Nutzen und Entertainment sind die stärksten Motivationsfaktoren bei der Einführung von Social Software im Unternehmen.

Social Readiness: Owyang-Webinar auf Vimeo

Social Readiness - wie bereit sind Unternehmen und Organisationen, mit Social Business, Social Media, Digital Shift und anderen Medien-Megatrends umzugehen? Diesen Fragestellungen geht Jeremiah Owyang von der Altimeter Group in seinen aktuellen Reports und Webinaren nach.
Das aktuelle Webinar Tips to Extend Your Social Strategy to Your Site mit detaillierten Analysen und Empfehlung ist erfreulicherweise zur Gänze auf Vimeo verfügbar.

Ist die Temporäre Autonome Zone die Urform des Enterprise 2.0?

Bei weiteren Notizen zur Idee des Enterprise 2.0 Kontinuum musste ich an Hakim Bey denken. Der Querdenker und Orientalist (damals, als man noch nichtmal in den USA dafür ins Gefängnis wanderte) Peter Lamborn Wilson beschrieb mit der Temporären Autonomen Zone ein Konzept vorübergehender Freiheit: Selbst wenn der vollständige Umsturz unwahrscheinlich ist (und auch nichts ändern würde), liegt es doch immer wieder an uns, Entscheidungen zu treffen. - Wer sonst sollte es denn tun? Das gilt nun auch im Unternehmen.

Das Enterprise 2.0 Kontinuum...

…und andere Veranstaltungen. Ich arbeite gerade an meiner Präsentation für die Vikom-Tagung am Dienstag (4.10.). Dort möchte ich mich mit meinem aktuellen Steckenpferd, Content für das Enterprise 2.0 beschäftigen, und ein neues Erklärungsmodell für den Zusammenhang der unterschiedlichen Faktoren ausprobieren. Das Enterprise 2.0 Kontinuum bietet Spielraum zwischen den vier Polen Infrastruktur, Content, Aktionismus und Netzwerk.

Unternehmenskultur und der kurze Weg zum Hausschwein

Die Stagconf fand im Naturhistorischen Museum in Wien statt. Zu Mittag war Zeit für einen kleinen Streifzug durch das an sich geschlossene, weil gerade umgebaute Museum.

Auf einer der Schautafeln habe ich folgenden interessanten Text gelesen: "Zunächst scheiden sensible und daher unfügsame Tiere - Leittiere bzw. ranghohe Individuen - aus. Sie werden getötet oder können sich unter unnatürlichen Bedingungen nicht fortpflanzen. Die rangniedrigsten, im Sozialverhalten kindlicheren und unsensiblen Individuen bleiben erhalten. Sie ertragen unnatürliche Lebensbedingungen besser und können sich nach dem Ausfall der Leittiere ungehindert fortpflanzen."

Posten Sie Ihre Steuererklärung auf Facebook?

Bei dieser Frage geht es gar nicht um Confidentiality, sondern schlicht um Langeweile. Ihr Einkommen interessiert eh niemanden - deshalb würde es auch keine Reaktionen hervorrufen (nichtmal Mitleid…): Genauso verhält es sich mit dem Großteil der Unternehmensinformationen: Langweilige No Na-Verlautbarungen sind sehr gut dazu geeignet, Sinn und Zweck von Dialogorientierung und 2.0-Ausrichtung in Frage zu stellen - denn das sind garantiert die falschen Inhalte.

Deklaration, Deklamation, Geschwätz - wie wichtig ist das Soziale in "social"?

Deklarationen sind das wichtigste Bindeglied der sozialen Welt, sagt unter anderem John Searle in seinem schon erwähnten aktuellen Buch "Making the Social World". Deklarationen sind Aussagen, die dadurch, dass sie getroffen werden, einen bestimmten Zustand herstellen. Etwas gilt, weil es gesagt wird, oder der Akt, etwas festzustellen, stellt einen bestimmten Zustand her. Beispiele? Verurteilungen, Eheschließungen, Wahlen. Diese Eigenschaft macht Sprache zum wichtigsten Bindeglied der sozialen Welt. Das Wort "sozial" ist jetzt sehr in Mode. - Gilt diese Feststellung auch für "sozial" wie in "Social Media"?

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