Paranoia Kommunikation Kontrolle

Paranoia ist ein Grundskill des Kommunikators

Ed Wohlfahrt stellt in seinem Blog fest, dass Unternehmenskommunikatoren – vor allem online – schnell zur Zickigkeit neigen. Das wirkt sich schnell nachteilig auf die gemeinhin angestrebte Wertschätzung in der Kommunikation mit Kunden und Usern aus. – Warum fallen viele Online-Kommunikationsexperten dann immer wieder in dieses Schema?

Mein Verdacht ist ja einerseits, dass es am unterwegs abhanden gekommenen Kontext liegt: Vor welchem Hintergrund spricht der User, was hätten Ausdruck und Tonfall noch an weiteren Zusatzinformationen für uns enthalten?

Paranoia Kommunikation Kontrolle

Einfach nachfragen ist der schnellste Weg, hier zu mehr Information zu kommen. – Setzt allerdings voraus, dass die scheinbar kontextlose Information nicht schon in einen anderen Kontext (den des Kommunikators oder Communitymanagers) verpackt und umgedeutet worden ist. Dann wäre nüchternes Fragen schwierig (darüber habe ich mich schon einmal länger ausgelassen…).

Warum passiert diese Umdeutung so schnell? Einerseits ist es natürlich, die Dinge mit den eigenen Augen zu sehen, andererseits trägt die Tatsache, dass Paranoia einen wesentlichen Bestandteil der Grundskills eines Unternehmenskommunikators ausmacht, auch noch mal massiv dazu bei. Warum Paranoia? Irgendwo ist immer irgendwer, der irgendwas falsch versteht oder verstehen will. Und selbst wenn das einmal nicht der Fall ist – dann gibt es die eigenen Chefs, Contentowner und Kunden, die sich Sorgen, dass da wer wäre, der die Dinge falsch verstehen könnte…

Und diese Grundsorge ist zu guter Letzt vielleicht auch noch mit ein Grund dafür, warum so viele Interaktionen mit Unternehmen letztlich dann eben schlicht fad sind…

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