Lernen

Kollaboration und Praesentation sind die Anwendungsfaelle, die kollektives Wissen als Lernmaterial auszeichnen.
Es ist kein abgeschlossenes, verabschiedetes, von irgendwem zur Verfuegung gestelltes Material, es ist durch keinen Lehrprozess unterstuetzt und nicht institutionalisiert.

Lernen durch ständig wachsende Verknüpfungen


Darin liegt – neben allen attraktiven Vorteilen – auch die Gefahr des frei verfuegbaren kollektiven Wissens: Bevor die Inhalte neuer Online-Medien produktiv genutzt werden koennen, muss der Umgang mit diesen Medien erlernt werden. Das betrifft die Wahrnehmung und Interpretation der Inhalte, noch mehr aber die soziale Einschaetzung und Bewertung. Was gilt als serioes, wo lassen sich Zusammenhaenge herstellen, wo lassen sich historische oder sachliche Zusammenhaenge vermuten, wo geht es um Zufaelle oder gar entgegengesetzte Positionen?

Vielfalt und Allgegenwart von Inhalten erfordert kritische Einstellung


Die allgegenwaertige Verfuegbarkeit von Inhalten, Netzen und die leichte Herstellbarkeit von Zusammenhaengen bietet grosses Potential; die Gelegenheit, etwa zu lernen, ergibt sich immer.
Vor der Beschaeftigung mit Inhalten erfordern kollaborative Medien die Auseinandersetzung mit den Grundlagen des kollaborativen Lernens:

  • was sind Anhaltspunkte für Qualitaetskriterien?
  • Wie lässt sich das Umfeld eines Contentelements, eines Beitrags einschätzen?
  • Was müssen wir wissen, um den Beitrag - gemessen an unserem eigenen Wissen - bewerten zu können; wie sollen wir mit Widersprüchen umgehen?

Kollektive Wissensressourcen sind ein extrem dynamisches Feld; Seiten wie Wikipedia, deren Einträge nicht nur der kollektiven Bearbeitung sondern zusätzlich noch einer zwar kleinen, aber doch kontrollierenden Redaktion unterworfen sind, galten lange als extrem frei und dynamisch, nehmen sich gegenüber Entwicklungen wie Google Knol als geradezu starre Systeme aus.
Nicht nur die Autoren, vor allem auch die Leser bekommen immer mehr Freiheiten, mit Medieninhalten umzugehen; die Fülle von Autoreninhalten kann jeder Leser noch einmal zu einer Fülle von Lesermedien potenzieren. Die Verhaeltnisse von Aktivitaet und Passvitaet, Lernendem und Lehrendem konnen sich hier in einander verkehren.

Lernen oft unterschätzt

Das Lernthema wird meiner Meinung nach viel zu oft unterschätzt - das ist ein ziemlich wichtiger Punkt in der ganzen Social-Diskussion

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