Medien, die Beziehungen, eine Vielzahl an Autoren und Kanaelen, zahlreiche Integrations- und Verknuepfungsmoeglichkeiten in den Mittelpunkt stellen, laufen immer wieder Gefahr, nur noch Laerm zu produzieren.
- In einem Twitter-Account, der auch nur zehn heftig postende User beobachtet, wird die Kommunikatin mit den "echten" Freunden unmöglich.
- Ein in der Euphorie zusammengestellter Google Reader mit auch nur den wichtigsten Feeds der wichtigsten Medien enthält in Windeseile 1000 ungelesene Nachrichten (und hört dann glücklicherweise zu zählen auf)
- Viele lose Facebook-Bekanntschaften koennen das soziale Netzwerk auch zu einem sehr einsamen Ort machen
Gelassenheit als Rezeptionstechnik im Social Media-Laerm
Die Konsequenz ist entweder Passivitaet - oder ein striktes Ausmisten der unbrauchbaren Beziehungen.
Ausmisten ist meist (mit Ausnahme intensiv genutzter Microblogs) keine Option; Passivitaet, das gelassene Beobachten kann dagegen oft auch neue Perspektiven bringen: Viele Geraeusche ziehen vorbei, es ist wenig konkretes erkennbare - wenn sich dann allerdings doch ein Thema herauskristallisiert, ist es oft ein tatsaechlich relevantes. - Mag abstrakt klingen; wer einmal einen wirklich ueberfuellten Microblog-Stream hatte, kann es nachvollziehen.
Das Herausfiltern von Information aus unscharf definiertem Laerm muss nicht der persoenlichen Verfassung und Aufnahmefaehigkeit ueberlassen bleiben, semantische Such- und Analysetools schlagen genau in diese Kerbe.















