Entropie

Universalgesetz Nr.5: Entropie - Immer mehr Menschen reden immer öfter vom Gleichen. (Bis sie etwas tun)

Ich hatte jetzt lange genug Spass mit den sogenannten Universalgesetzen für Onlinemedien. Zeit, zu einem Ende zu kommen. Und deshalb das fünfte und derzeit letzte Gesetz: Immer mehr Leute reden immer öfter vom Gleichen. Das ist einerseits gut, weil förderlich für die Verständigung, andererseits schlecht, weil es keinen Platz für Neues lässt. Informations- und Medientheoretiker reden hier auch von Entropie.

Ich habe keinen Google+ Account

Ich habe noch immer keinen Google+ Account - und das, wenige Tage bevor das Service gerüchtehalber allen gemeinen Internetusern offenstehen soll. Und eigentlich möchte ich auch keinen Google+ Account haben müssen. Ich muss gestehen, dass ich die aufs Sharen reduzierte Instant-Kommunikation zunehmend als Zeitverschwendung empfinde und mich stattdessen wieder so langsamen Medien wie Blogs zuwende, in denen zumindest gelegentlich jemand etwas zu erklären versucht. Wobei...

Facebook ist ein Werkzeug der Reaktion...

Wir reden eben lieber mit einem Gegenüber, von dem wir zu wissen glauben, was es meint. Das fällt leichter, wenn wir bewahren statt verändern wollen, wenn wir uns auf einen vergangenen und nicht einen künftigen Konsens berufen. - Da sehe ich einen der Hauptfaktoren für das Wachstum von - und die Distanz zu - Social Networks. Und einen Grund, warum sie, im Outout ihrer User, zunehmend konservativer werden.

Auf dem Weg zum Einheitsblog

Auf dem Wehg zum EinheitsblogDie Tendenz zur Vereinheitlichung ist dabei, einer der deutlichsten immanenten Charakterzuege von Blogs zu werden: Alle reden vom selben. Vernetzung erzeugt Entropie: Alles haengt zusammen, bis nichts mehr geht. Ist das ein Weg der konstruktiven Bestaetigung einer eigenen Welt? Oder doch nicht...?

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