#mt10

Wachablöse in der Medienmafia? Oder Paralleluniversen?

Wenn sich die alte Gang vor der neuen Gang fürchtet, gibt es irgendwann mal den Punkt, an dem man miteinander redet und einmal abklären möchtem, ob es wirklich so schlimm ist.
Blöd nur, wenn die neue Gang gar keine Gang und auch keine Mafia ist, sondern etwas ganz anderes , vielleicht grösseres, vielleicht kleineres, aber nichts, in dem die gewohnten Ziele und Gesetze gelten.
So ähnlich muss es abgelaufen sein, als sich die Camorra mit den Triaden beschäftigen wollte und stattdessen von Turbokapitalisten überholt wurde, so ähnlich lief es gestern bei der vom Standard veranstalteten Diskussionsrunde "Was sollen Blogger, was dürfen Blogger ab".

Auch Plattformen sind nur Menschen

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum sich bei mir alles gegen Richard David Prechts Predigt bei den Medientagen gesträubt hat. (Konserve hier, Interview da)
Prechts Kernthese zu Onlinemedien: Sie werden klassische Medien in Hinblick auf demokratische Relevanz nie ablösen, weil es gerade für demokratische Beitrage wichtig sei, dass nicht nur Meinungen einzelner nebeneinander im Raum stehen, sonder dass konsolidierte Meinungen veröffentlicht werden - damit die Menschen vom Gleichen reden.

Ich mochte hier nicht auf wertende Aspekt in dieser Aussage eingehen, sondern mich ganz trocken mit der Frage nach der Funktion von Onlinemedien beschäftigen.

Medienmesserwetzen

Die Konferenzsaison schlägt voll durch; und schon habe ich wohl einiges verpasst. Während ich erst beim Future Network in Zürich mit Moshe Rappaport von IBM Research über Digital Shift und Smart Planets reden durfte (ja, auch das hat mit Social Media zu tun) und dann bei Intranets at Work in London meinen missionarischen Ansatz ("Give things meaning", "Work with purposes, not Tools") auf die Insel brachte, konnte ich die Twitterschlachten rund um die Medientage und das Symposium Digitales Managen leider nur aus der Ferne beobachten.

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