#future2020

Datenjournalismus, Medientoolbox und das total ultimative Portal?

Die Webseite der Zukunft als Tools, das nicht Content anzeigt, sondern Funktionen enthält, die vielleicht unter anderem Content liefern? Webseiten als Digital Brains, die unsere erweiterten Erkenntnistools sind? Der User muss einbezogen werden. Datenmengen brauchen ein Businessmodell. Webseiten müssen auf Kontext, Präferenzen und Devices reagieren.
Smartness gipfelt in Personalisierung, Sensitivität für Kontext (in Sinn und Raum) und Präferenzen - ist das das neue Nachrichtenportal. das dem User immer das zeigt, was er sehen will? Im Rahmen des twentytwenty-Events zum Datenjournalismus stellte Lorenz Matzat unter anderem sein Sicht auf Medien und Webseiten der nahen Zukunft vor: Webseiten sind keine fertigen Produkte mehr, sondern Hubs, die auf eine Vielzahl von Faktoren reagieren und mehr Werkzeug- als Mediencharakter haben.

Die Welt ist kein Museum…

Vorgestern war twentytwenty; die Diskussion kam dann doch noch ins Laufen. Rückwirkend betrachtet ging es, leicht verkürzt, darum, ob Lösungen für die Probleme von Zentralchina die Regionalentwicklung von Stixneusiedl oder St. Pölten beeinflussen können - oder darum, mit gezielter Stadtentwicklung das Gröbste zu verhindern.
Ich habe wirklich nichts gegen Städte, einige Punkte greifen mir aber zu kurz: Wie wär's etwa stattdessen mit einem schlichten
Autostopp innerhalb von Ortstafeln, und einem ebenso schlichten Baustopp außerhalb von Ortstafeln?

Informationsmanagement? Ist nicht auch Alphabetisierung Zeitverschwendung?

Informationsmanagement? Bedrohliche Metaphern schlagen um sich. Überforderung, Allmachtsphantasien, und dazu die große Ratlosigkeit: Was machen wir bloss mit all dieser Information? Mein Problem und mein Vorteil zugleich angesichts von Flut-, Sturm- und anderen teilchenreichen Metaphern zur Information: Ich interessiere mich immer für die ausgefransten Dinge, bewege mich an den Rändern und sehe auch in den großen massentauglichen Themen oft etwas ganz anderes als das, was sie massentauglich macht. Mit anderen Worten: Ich bin immer noch auf der Suche nach Information. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich das zu einer recht einsamen Spezies macht.

Bildung: Von toten weißen Männern zum Wissen-Wollen?

Wer an Allgemeinbildung denkt, denkt oft an Kultur. Wer an Kultur denkt, denkt oft an Tote. Das dürfte eines der Imageprobleme von Bildung und einer der Gründe für die Bildungsmisere sein. Und: "Ich weiss eh" bedeutet nicht das gleiche wie "Wasser friert bei 0 Grad." - Ein Beitrag zur twentytwenty-Blogparade über Allgemeinbildung.

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