Universalgesetze

Universalgesetz Nr.5: Entropie - Immer mehr Menschen reden immer öfter vom Gleichen. (Bis sie etwas tun)

Ich hatte jetzt lange genug Spass mit den sogenannten Universalgesetzen für Onlinemedien. Zeit, zu einem Ende zu kommen. Und deshalb das fünfte und derzeit letzte Gesetz: Immer mehr Leute reden immer öfter vom Gleichen. Das ist einerseits gut, weil förderlich für die Verständigung, andererseits schlecht, weil es keinen Platz für Neues lässt. Informations- und Medientheoretiker reden hier auch von Entropie.

Viertes Universalgesetz: Der Medien-Marken-Sprung

Medien sind Marken und Mittel, Marken sind Mittel, Mittel sind Marken oder Medien - dieses Rad lässt sich lange weiter drehen. Was sind jetzt Medien? Diese lange Zeit einfache Definition, die voraussetzte, dass mit Medien Massenmedien gemeint sind, von denen es Zeitung, Radio und Fernsehen gibt, ist ein problematischer und dynamischer Begriff geworden. In der Theorie mag das Probleme in der Begriffsklärung aufwerfen, praktisch gesehen stellt sich die Frage, was bei der Gestaltung von Onlinemedien eigentlich verkauft wird und wie weit der Planungshorizont gesteckt sein muss.

Universalgesetze 3: Gelassenheit und Allmacht - Es gibt keinen Grund, nicht alles zu wissen

Eingriffe hinterlassen keine Spuren. - Digitale Medien haben ein ambivalentes Verhältnis zu Sicherheit, Wiederholung und Reparaturen: Einerseits wird oft alles getrackt, versioniert und gespeichert, andererseits gibt es (fast) immer die Möglichkeit, Schritte rückgängig zu machen, von vorne anzufangen, anders zu machen - als sei nichts gewesen.
Das ist ein technisches Phänomen (eine digitale Kopie unterscheidet sich nicht vom digitalen Original), eines von Netzwerken und Wissen (die nächste Informationsquelle ist nicht weit - man muss sie nur anzuzapfen wissen) und ein organisatorisches, oder eines unseres Selbstverständnisses: Verstehen wir es als unsere Verantwortung, Dinge (Prozesse, Geschäfte, Teams) zum Laufen zu bringen, oder sagen wir: "Das funktioniert nicht."
Als drittes Universalgesetz für Onlinemedien formuliert heisst das: Es gibt keinen Grund, nicht alles zu wissen.

Woher der Drang zum Universalen?

Kontext is King, Beziehungen (Relations) gehen über die Substanz (das, was in Beziehungen steht) und definieren diese - das sind wir derzeit gewohnt. Wir müssen nichts wissen, sondern nur wissen, wo wir nachschauen müssen, und wir erfinden sowieso gerade alles neu. Wozu dann der lustige Wahnsinn mit Universalprinzipien?

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